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Die Tuberkuloseimpfung könnte einen schützenden Effekt auf den Verlauf von COVID-19 haben. Gemäss WHO und Infovac ist die Evidenz jedoch keinesfalls ausreichend, um eine Tuberkuloseimpfung im Rahmen von COVID-19 zu empfehlen.
In der Schweiz ist der Impfstoff ausserdem schon seit mehreren Jahren nicht mehr erhältlich (siehe Doc News BCG: Impfstoff ausser Handel).

Aus experimentellen Tier- und Humanstudien geht hervor, dass die Tuberkuloseimpfung auch vor anderen Infektionskrankheiten, insbesondere Atemwegsinfektionen, schützen könnte. Die klinische Relevanz dieser «unspezifischen» Wirkung auf das Immunsystem ist nicht bekannt.
Forscher haben festgestellt, dass in Ländern, wo Neugeborene systematisch gegen Tuberkulose geimpft wurden, weniger COVID-19 Fälle auftraten als in Ländern, welche den Impfstoff nicht einsetzten.
Zurzeit laufen zwei Studien, welche die Effekte einer Tuberkuloseimpfung bei Gesundheitsfachpersonen, die in der Pflege von COVID-19 Patienten involviert sind, untersuchen.

Im April 2020 hat die WHO erneut daran erinnert, dass eine Tuberkuloseimpfung im Rahmen von COVID-19 nur innerhalb von randomisierten, klinischen Studien angewendet werden darf.
Aufgrund von Versorgungsengpässen musste der Impfstoff auch schon kontingentiert werden. Eine unkontrollierte Anwendung könnte die Impfung von Kindern in Tuberkulose-Hochrisikogebieten gefährden.

Quellen:
WHO, Scientific brief, Bacille Calmette-Guérin (BCG) vaccination and COVID-19, 12/04/2020 
Infovac Bulletin spécial COVID-19, 05/2020

Links:
clinicaltrials.gov, Reducing Health Care Workers Absenteeism in Covid-19 Pandemic Through BCG Vaccine (BCG-CORONA)
clinicaltrials.gov, BCG Vaccination to Protect Healthcare Workers Against COVID-19 (BRACE)

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