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Swissmedic informiert:

Vom 23. - 30. Juni 2022 fand zum 15. Mal die von Interpol weltweit koordinierte Aktion gegen den illegalen Onlinehandel mit Arzneimitteln statt. In der Schweiz kontrollierten das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) und Swissmedic 948 Sendungen mit Arznei- oder Dopingmitteln. Zwei Drittel der illegalen Sendungen enthielten Mittel zur Erektionsförderung, die den illegalen Online-Markt seit Jahren beherrschen.

Die Schweiz nimmt seit Jahren an der von Interpol koordinierten internationalen Aktionswoche PANGEA teil. Insgesamt waren dieses Jahr 94 Länder beteiligt. Ziel der zum 15. Mal durchgeführten Aktion bleibt die Bekämpfung des illegalen Heilmittelhandels über das Internet. Bei der Aktion wurden insgesamt 3 Millionen Einheiten von illegalen und gefälschten Arzneimitteln sichergestellt.

Im Postzentrum Zürich-Mülligen beschlagnahmten Mitarbeitenden des BAZG, der Swissmedic, der Swiss Sport Integrity und der Gesundheitsbehörde des Fürstentums Liechtenstein 231 der 948 kontrollierten Sendungen.

Auffallend häufig wurden Sendungen aus Hongkong entdeckt, die Fälschungen von zugelassenen Erektionsförderern enthielten. Beschlagnahmte Betäubungsmittel wurden den Kantonen angezeigt, die entsprechende Strafverfahren eröffnen werden.

Kriminelle Netzwerke verändern sich laufend

Professionell organisierte und international vernetzte Kriminelle stehen hinter den illegalen Arzneimittelangeboten. Gefälschte Medikamente werden meist in asiatischen Ländern und nachgeahmte Potenzmittel in Indien hergestellt. Die Produkte gelangen dann über illegale und verschlungene Vertriebskanäle an Schweizer Patientinnen und Patienten. Die meisten konfiszierten Sendungen stammten bei der Aktion PANGEA XV aus Hongkong, Polen und Indien. Dank der guten Zusammenarbeit mit Behörden von Herkunftsländern können die Quellen der illegalen Arzneimittel an die dortigen Kontaktpersonen gemeldet werden, damit Massnahmen gegen illegale Händler eingeleitet werden.

Die illegal gehandelten Medikamente gefährden die Gesundheit von Patientinnen und Patienten vorsätzlich. Sie enthalten häufig gar keine oder weniger als die angegebene Menge der Wirkstoffe oder aber nicht deklarierte Substanzen. Damit die Produkte bei einfachen Tests nicht auffallen, sind teilweise Wirkstoffe vorhanden, selten aber in der erforderlichen Menge.

Sichere Verwendung von Heilmitteln: Gut zu wissen

-Beziehen Sie Arzneimittel aus sicheren Quellen: Dazu gehören Apotheken, Drogerien, Arztpraxen oder Spitäler vor Ort oder geprüfte und zugelassene Versandhandelsapotheken. Nur Präparate aus kontrollierten Vertriebskanälen sind sicher, wirksam und von guter Qualität.
-Achten Sie auf Ihre Sicherheit: Arzneimittel mit falschem Wirkstoffgehalt und Präparate mit gesundheitsgefährdenden Bestandteilen stellen ein nicht kalkulierbares Gesundheitsrisiko dar.
-Arzneimittel aus unbekannten und teilweise von kriminellen Netzwerken unterstützten Quellen sind ein grosses Gesundheitsrisiko. Sie sind die vermeintliche Kostenersparnis nicht wert.

Quelle:
Swissmedic, Operation PANGEA XV: Internationale Aktion gegen gefälschte und illegal importierte Arzneimittel

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