Die Wundheilung der Haut verläuft in mehreren aufeinanderfolgenden Phasen: Hämostase (Blutstillung), Entzündung, Zellproliferation (Bildung von neuem Gewebe) und Narbenreifung (Remodellierung).

Während dieser Zeit kann die Aktivität der Melanozyten, der für die Hautpigmentierung verantwortlichen Zellen, durch die Entzündungsreaktion gestört werden. Eine UV-Strahlung kann dann eine übermässige Melaninproduktion im Bereich der Narbe auslösen. Diese Reaktion begünstigt das Auftreten einer manchmal anhaltenden Hyperpigmentierung und kann zudem die Umstrukturierung des Kollagens beeinflussen, wodurch die Narbe sichtbarer, dicker oder dunkler werden kann.

Das Risiko einer Pigmentstörung ist insbesondere in den ersten Monaten nach der Verletzung erhöht. Dennoch sollte der Sonnenschutz während der gesamten Reifungsphase der Narbe aufrechterhalten werden.

Es wird empfohlen, die Narbe wie folgt zu schützen:

  • Mindestens 12 Monate lang;
  • Idealerweise bis zu 18 Monate lang;
  • Während des ganzen Jahres, auch im Winter.


Der Schutz kann erfolgen durch:

  • Das Tragen bedeckender Kleidung;
  • Einen Hut oder eine Mütze;
  • Das Auftragen eines Sonnenschutzmittels mit sehr hohem Schutzfaktor (LSF 50+);
  • Die Verwendung von Produkten, die Narbenpflege und Sonnenschutz kombinieren.


Bei Sonneneinstrahlung sollte der Sonnenschutz alle zwei Stunden erneuert werden sowie nach dem Baden, sportlicher Aktivität oder starkem Schwitzen.

Sonnensticks und Narbenpflegeprodukte mit integriertem Lichtschutzfaktor (LSF) stellen praktische Lösungen dar, um wiederholte Anwendungen zu erleichtern und einen optimalen Schutz der Narbe zu gewährleisten.

Quellen:
Le Moniteur des pharmacies, 3610/202618
www.laroche-posay.fr, Cicatrices et soleil : quels sont les risques et comment les protéger ?

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